Zwölf neue Kinderhospizbegleiter:innen für den Ambulanten Kinderhospizdienst

Elfter Ausbildungskurs abgeschlossen

7. Juni 2022 Pflege

Zwölf Männer und Frauen aus Essen, Mülheim und Bochum haben am Befähigungskurs des Ambulanten Kinderhospizdienstes im KinderPalliativNetzwerk (KPN) Essen teilgenommen, um sich auf die verantwortungsvolle Aufgabe der Kinderhospizbegleitung vorzubereiten.

– In 120 Kursstunden haben sich die Teilnehmenden mit so unterschiedlichen Themen wie Kommunikation, Nähe und Distanz, Trauermodellen, der eigenen Endlichkeit und der Begleitung in einer Familie auseinandergesetzt. Nun freuen sie sich darauf, die Arbeit des KinderPalliativNetzwerks zu unterstützen. „Unsere Begleitung orientiert sich an den 12 Grundsätzen der Kinder- und Jugendhospizarbeit, die vom Deutschen Hospiz- und Palliativverband veröffentlicht wurden und auf den Erkenntnissen einer umfangreichen Studie zur Kinder- und Jugendhospizarbeit basieren,“ so Koordinatorin Wilma Neuwirth. „Wichtig ist uns auch, dass wir gut vernetzt sind. Wir arbeiten vor Ort mit vielen Kooperationspartnern der Palliativversorgung zusammen, um den Familien zügig Informationen und Kontakte bereitstellen und sie bei der Koordination der Versorgung unterstützen zu können. Und wir sind in vielen regionalen und überregionalen Fachgremien der Hospiz- und Palliativarbeit für Kinder und Erwachsene vertreten, um an der Weiterentwicklung der Kinderhospizarbeit und Kinderpalliativversorgung mitzuwirken.“

Die Ehrenamtlichen begleiten Familien im Alltag, das heißt zu Hause, in einer Wohneinrichtung oder auch im Krankenhaus. Sie übernehmen Freizeitgestaltung mit dem erkrankten Kind/Jugendlichen/jungen Erwachsenen oder mit Geschwistern, unterstützen in schulischen Belangen, begleiten zu Terminen wie Musikschule, Sportkurs, Therapien, hören zu, nehmen sich der Sorgen und Nöte an, sind für die Eltern da und vieles mehr. Ganz so, wie es die Familie möchte und vorab besprochen wurde. Und sie beteiligen sich an Veranstaltungen zu Gedenktagen, an Festen und Themenabenden sowie Gruppenangeboten für die Familien, wie Geschwistergruppe und Familienfrühstücke.

Der elfte Kurs seit der Gründung in 2007 fand unter erschwerten Bedingungen statt. Corona sorgte für Terminverschiebungen und auch dafür, dass einige Seminare online stattfanden. Die Koordinatorinnen des Ambulanten Kinderhospizdienstes, Inge Pleiss und Wilma Neuwirth, freuen sich, dass alle Teilnehmenden dabeigeblieben sind und nun dem Ambulanten Kinderhospizdienst wieder 60 ehrenamtliche Mitarbeiter:innen für die Begleitung von Familien in Essen und allen umliegenden Städten zur Verfügung stehen.

Über den Ambulanten Kinderhospizdienst im KPN Essen
Der Ambulante Kinderhospizdienst bietet als Teil des KinderPallitaivNetzwerkes Kindern, Jugendlichen und junge Erwachsenen, die lebensverkürzend erkrankt sind, und deren Familien Entlastung und Unterstützung durch geschulte ehrenamtliche Kinderhospizbegleiter:innen zu Hause und in stationären Einrichtungen an. Die Kinderhospizbegleiter:innen werden in einer Schulung von 120 Kursstunden auf diese Tätigkeit vorbereitet. 

Interessierte können sich melden bei Inge Pleiss unter 0201/319375-388 oder Wilma Neuwirth unter 0201/319-375-396 oder eine Nachricht an kinderpalliativnetzwerk@cse.ruhr schreiben.

Über das KinderPalliativNetzwerk Essen (KPN)
Das KPN Essen ist im Ruhrgebiet für Familien mit lebensverkürzend und lebensbedrohlich erkrankten Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen eine zentrale Anlaufstelle. Es bietet Information, Beratung und Unterstützung von der Diagnose der lebensverkürzenden Erkrankung bis über den Tod des Kindes hinaus. Zu seinen ambulanten Angeboten gehören: Ambulanter Kinderhospizdienst, Psychosoziale Beratung, Pflegeberatung & Versorgungskoordination, KinderPalliativTeam (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche) sowie Trauerbegleitung. Träger ist die Caritas-SkF-Essen gGmbH. Kontakt: Maria Bünk, T 0201/319375-386, kinderpalliativnetzwerk@cse.ruhr, https://www.cse.ruhr/gesundheit-pflege/kinderpalliativnetzwerk/


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