Netzwerk für Senioren gründet sich in Essen-Frillendorf

Die Netzwerkgründung in Frillendorf ist auf Initiative der Stadt Essen und dem Zentrum 60plus des Caritasverbandes für die Stadt Essen e.V. am 17. Mai erfolgreich gestartet.

23. Mai 2022 OCV Allgemein

Zusätzlich zu den Zentren 60plus, die seit 2020 fester Bestandteil jedes Essener Stadtbezirks sind, wird es zukünftig Seniorennetzwerke im gesamten Stadtgebiet  geben. 

„Die Caritas ist hochaltrig und wird in diesem Jahr 125 Jahre alt. Von Beginn an hat sie sich mit der Gruppe der älteren Menschen beschäftigt, häufig aber mit dem Blick auf Unterstützung bei Einschränkungen und Defiziten, also mit Themen wie Pflege oder Wohnen im Alter. Ich freue mich, dass wir das weiterhin bis heute tun, bin aber auch sehr glücklich darüber, diese wichtige Altersgruppe jetzt mit einem anderen Blick zu betrachten: Nämlich all die Kompetenzen, all die Vielfalt in dieser Gruppe aufzunehmen und zu verbinden“, beschreibt Caritasdirektor Björn Enno Hermans das Ziel der Netzwerkgründung im Rahmen der Auftaktveranstaltung. 

„Wir möchten, dass 165.000 Menschen über 60 Jahren in dieser Gesellschaft in Essen mitmischen. In frühen Jahren der älteren Generation entsteht bereits viel Einsamkeit. Dem treten wir entschieden entgegen. Ziel ist es, die Eigenaktivität zu stärken und interessierte Menschen zusammenzubringen, um gemeinsam aktiv sein zu können“, ergänzt Stadtdirektor Peter Renzel. 

Organisiert wurde die Auftaktveranstaltung vom Zentrum 60plus im Bezirk I sowie dem Referat der Offenen Seniorenarbeit des Caritasverbandes der Stadt Essen e.V. in Kooperation mit der Pfarrei Hll. Cosmas und Damian. „Alter ist ein starkes Stück, ein starkes Pfund in unserer Stadt. Ich freue mich, dass wir als Kirche dafür Raum bieten können“, freut sich Pfarrer Ingo Mattauch der Pfarrei Hll. Cosmas und Damian. Das Netzwerk ist überparteilich und nicht konfessionell gebunden, die Pfarrei stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung: Im Gemeindezentrum "Haus Waterfohr“ werden Folgetreffen zur Netzwerkgründung stattfinden. 

Rund 6000 Menschen leben im Stadtteil Frillendorf, mehr als 1500 Menschen über 60 sind von der Stadt Essen angeschrieben und eingeladen worden. Dieser sind ca. 75 Menschen gefolgt. Viele kleine und große Netzwerke sollen sich im Stadtteil Frillendorf zukünftig ergeben: „Menschen sollen sich hier im Stadtteil finden und Ihre Interessen miteinander austauschen,“ so Bezirksbürgermeister Peter Valerius. Welche Netzwerke sich bilden, hängt ganz von den Bedürfnissen der Menschen im Stadtteil ab. In kleinen moderierten Gesprächskreisen, im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurde schnell klar: Viele ähnliche Vorstellungen warten nur darauf, gemeinsam umgesetzt zu werden. Von Städtetouren über das Eintauchen in andere Kulturen, gemeinsames handwerkliches Arbeiten oder Museumsbesuche – die Interessen sind vielfältig. 

„Ich hoffe, dass sich viele Menschen den Folgeterminen des neuen Netzwerks anschließen werden, auch diejenigen, die heute nicht dabei sein konnten. Das Netzwerk ist für alle offen“, betont Marina Vukoman, Netzwerkbegleiterin in Frillendorf.

Zweimal im Monat wird es nun Treffen derjenigen Menschen geben, die sich engagieren möchten. An jedem ersten und dritten Dienstag im Monat zwischen 17.00 und 19.00 Uhr treffen sich Interessierte im Gemeindezentrum "Haus Waterfohr“ in der Huthstraße 1, 45139 Essen-Frillendorf.

 

 


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